Darmflora: Antibiotika und weitere Faktoren

Antibiotika und weitere Faktoren

Was den Darmaufbau beeinflussen kann

In einer gesunden Darmflora herrscht ein dynamisches Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Darmbakterien. Verschiedene Faktoren, sowohl biologischer/körperlicher oder seelischer Natur, können dieses Gleichgewicht fördern oder stören.

 

Die Darmflora ist sehr sensibel

Eine gesunde Darmflora zu haben, ist aber wichtig, da sie sich positiv auf das allgemeine Befinden auswirkt. Sie fördert eine ausgeglichene Verdauung und das allgemeine körperliche Wohlbefinden. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Faktoren zu kennen, die sie beeinflussen. Denn dann können Maßnahmen ergriffen werden, falls sie mal aus dem Gleichgewicht gerät.

Die bekanntesten Faktoren, die sich negativ auf die Darmflora auswirken, sind Stress oder die Einnahme von Medikamenten, wie zum Beispiel Antibiotika. Ernährung, Alter und die allgemeine Gesundheit können sich sowohl positiv als auch negativ auswirken.

 

Hier die wichtigsten Faktoren im Überblick:

Antibiotika und andere Arzneimittel

Der Einsatz von Antibiotika ist eine der häufigsten Ursachen für eine Veränderung der Darmflora. Wenn Antibiotika gegen eine Infektion gegeben werden, eliminieren sie in erster Linie die Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind. Gleichzeitig hemmen und dezimieren sie aber auch viele der natürlich im Darm vorkommenden Mikroorganismen. Oft kommt es dann zu unerwünschten Nebenwirkungen. Es ist daher wichtig, dass Antibiotika nur dann verwendet werden, wenn sie wirklich benötigt werden. Eine zu gering dosierte Therapie oder zu früh abgebrochene Einnahme gehört zu den Hauptfaktoren, die zu einer Entwicklung und Verbreitung von resistenten Erregern führen. Auch andere Medikamente, wie zum Beispiel Krebstherapeutika, können die Darmflora negativ beeinflussen.

 

Stress

Mehrere Studien zeigen, dass Stress (vor allem Dauerstress) und wie jeder Einzelne damit umgeht, ein wesentlicher Faktor für Veränderungen der Darmflora ist. Zu seinen Auswirkungen zählen sowohl eine deutliche Reduzierung der nützlichen Bakterien, die keine Krankheiten hervorrufen (apathogenen Bakterien), wie zum Beispiel Laktobazillen und Bifidobakterien, als auch eine Zunahme von potentiell krankmachenden Mikroorganismen wie E coli.

 

Ernährung

Wie wir uns ernähren ist ein weiterer Faktor, der die Zusammensetzung unserer Darmflora wesentlich beeinflusst. So wurde zum Beispiel festgestellt, dass kalorienarme Diäten das Wachstum einiger wichtiger Darmbakterien verhindern. Mehr zu diesem Thema und nützliche Tipps erhalten Sie in der Rubrik „Darmflora aufbauen: Ernährung“.

 

Das Alter

Auch das Alter steht im Zusammenhang mit einer veränderten Darmflora. Mit zunehmendem Alter ändert sich ihre Zusammensetzung. Ursachen hierfür können sein: altersbedingte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt, Veränderungen des Ess- und Trinkverhaltens, aber auch die geänderte Leistungsfähigkeit des Immunsystems.

 

Andere Faktoren

Bei Reisen in bestimmte Länder können Lebensmittel oder Wasser mit krankmachenden (pathogenen) Mikroorganismen verunreinigt sein, die unser Immunsystem nicht kennt.

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